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Arbeitgebercheck vor dem Vorstellungsgespräch

     hWirth    

von hWirth in Allgemein

Das könnte für Ihre Schüler von Interesse sein:

Ist ein Unternehmen es wert, dass man sich bei ihm bewirbt? Das kannt man über die Recherche in einem Arbeitgeberbewertungsportal herausfinden. Allerdings ist nicht jede Bewertung hilfreich für die Meinungsbildung. Darauf sollte man achten.

Arbeitgeberportale sind z. B.:

Nicht jedes Unternehmen ist auf jeder Plattform zu finden. Je größer das Unternehmen ist, desto größer ist die Chance, dass man es  auf mehreren Portalen findet. Und: Je mehr Mitarbeiter eine Firma hat, desto wahrscheinlicher ist es, dass es mehr als einen Eintrag gibt.

Die Zahl der Einträge ist besonders wichtig: Findet man nur eine einzige sehr negative Bewertung, kann es sich um einen Mitarbeiter handeln, der einen privaten Rachefeldzug gegen seinen Arbeitgeber führt. Gibt es nur eine Bewertung, die sehr, sehr gut ist, kann im Gegenzug ein Mitarbeiter aus der Personalabteilung dahinterstecken. Je mehr Einträge es gibt, desto realistischer wird dagegen die Bewertung sein. Denn die Bewerter sind dann wahrscheinlich recht unterschiedlich: alt und jung, aus der Produktion und aus der Verwaltung, Frau und Mann, Angestellte und Führungskräfte. In solch einem Fall ist die Gesamtbewertung aussagekräftig.

Trotzdem sollte ein Arbeitgeberbewertungsportal nicht allein ausschlaggebend dafür sein, ob man sich dort bewirbt oder nicht. Denn es gibt einige Faktoren, die erfüllt sein müssen, damit man von der Bewertung profitiert:

  • Es kommt auf die Position des Bewerters an: Eine Führungskraft wird andere Maßstäbe anlegen als ein Azubi, eine Controllerin andere als ein Einkäufer.
  • Eine Bewertung hängt oft mit dem Verhältnis zu den Führungskräften und Kollegen zusammen. Vielleicht sind diese schon gar nicht mehr im Unternehmen, wenn man die Bewertung liest. Deshalb sollte man auf das Datum der Bewertung achten, ältere Bewertungen könnten inzwischen nicht mehr zutreffen.
  • Unklar bleibt, was für ein Typ der Bewerter ist. Vielleicht handelt es sich ja um jemanden, der ganz andere Vorstellungen von der Arbeit, dem Arbeitsklima etc. hat, als man selbst. In diesem Fall würde man selbst zu einer ganz anderen Bewertung kommen.

Die Recherche auf einem Arbeitgeberportal ist trotzdem nicht „für die Katz“. Dinge, die man dort liest, kann man beispielsweise in einem Vorstellungsgespräch ansprechen. Das zeigt erstens, dass man sich mit der Firma beschäftigt hat, und zweitens kann man an der Reaktion ablesen, ob der Bewerter recht hatte oder nicht. Interessant ist auch die Frage, ob sich die Firma im Netz zu den Bewertungen geäußert hat oder ob sie diese einfach ignoriert. Das könnte ein Indiz dafür sein, wie ernst das Unternehmen seine Mitarbeiter nimmt. Denn natürlich kann man aus diesen Bewertungen auch ablesen, wo die Mitarbeiter der Schuh drückt – und man könnte als Firma die Abläufe und das Arbeitsumfeld so verändern, dass man mehr zufriedene Angestellte hat.

Den privaten Kontakt, das daraus entstehende Verhältnis und vor allem der dadurch resultierende Eindruck kann die Recherche im Netz jedoch nicht ersetzen. Man sollte sich deshalb besser selbst ein Bild von der Situation machen – auf einer Karrieremesse oder eben bei einem Vorstellungsgespräch.

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